Zweitmeinung
Zweitmeinung

Wissen macht gesund!

Der medizinischtechnische Fortschritt bringt in den Therapien zur Behandlung von Krankheiten mehr Möglichkeiten. Das ist gut so.

Doch je komplexer dieses System ist, desto anfälliger wird es für Fehler. Sich zu irren und Fehler zu begehen ist menschlich, doch gerade in der Medizin kann ein Fehler schwerwiegende Folgen nach sich ziehen.

Insbesondere vor schwerwiegenden Therapiemaßnahmen lohnt es sich, einen zweiten Arzt um Rat zu fragen, etwa wenn es bei Krebserkrankungen oder vor schweren Wirbelsäulenoperationen gilt, aus verschiedenen Therapiemöglichkeiten auszuwählen. Aber auch bei jedem anderen chirurgischen Eingriff, der einen längeren Krankenhausaufenthalt erfordert, oder einer Behandlung mit nebenwirkungsreichen Medikamenten kann es sinnvoll sein, die Notwendigkeit von zwei Ärzten beurteilen zu lassen.

 

 

Wir möchten unseren Versicherten eine bessere Entscheidungsgrundlage vor einem geplanten Eingriff bzw. einer Therapie-Entscheidung bieten. Informationen sind alles- das Einholen einer ärztlichen Zweitmeinung kann, muss aber nicht zur Vermeidung einer Fehlentscheidung führen. Hilfreiche, zusätzliche Hinweise oder Tipps können eine Entscheidung abrunden. Mindestens aber gibt es mehr Sicherheit durch das Ausräumen von möglichen Zweifeln. Unser Ziel ist selbstverständlich auch, unsere Versicherten vor vermeidbaren Indikationsausweitungen zu schützen. Experten bemängeln längst die hohe Operationsrate in deutschen Kliniken, die aus medizinischer Sicht nicht zwingend notwendig und oftmals ökonomischen Anreizen geschuldet ist (Der Spiegel).

 

Das gesamte ärztliche Wissen verdoppelt sich derzeit alle fünf Jahre (Deutsches Ärzteblatt. 99, 2002, S. A 1417), im Bereich der Krebsmedizin sogar etwa alle zwei Jahre! Die namhafte Felix-Burda-Stiftung hat z.B. eine Studie durchführen lassen. Es sollte geprüft werden, ob die von den behandelnden Ärzten vorgeschlagenen Therapien durch Top-Experten bestätigt werden können. Es hat sich bei einer Überprüfung von mehr als 200 Darmkrebs-Diagnosen gezeigt, dass es in fast der Hälfte aller Fälle zu Abweichungen kam und die Experten entweder wichtige zusätzliche Hinweise geben konnten oder sogar eine gänzlich andere Therapie empfohlen haben.

Da niemand unfehlbar ist und es hier um wichtigste Entscheidungen geht, besteht in Deutschland ein Rechtsanspruch auf eine Zweitmeinung.

 

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